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Die Geschichte der Brilliant AG

1951

Gründung / Brillantglashütte OHG
Die Firma Brilliant AG wurde am 01.08.1951 als Brillantglashütte OHG / Lippold und Tschammer in Gnarrenburg gegründet. Kurt Lippold und Otto Tschammer stammten beide aus der Glasfabrikation. Der Name Brillantglashütte stammt aus der Familie Lippold, die bereits vor dem Krieg in Sachsen unter gleichem Namen eine Glashütte betrieb, in der Mund geblasenes Flachglas für Fenster hergestellt wurde. Gnarrenburg bot sich als Standort einer Glashütte an. Hier hatten sich bereits mehrere Betriebe dieser Art angesiedelt, weil die Grundvoraussetzungen für eine Hütte, Energie und Rohstoff, direkt vorhanden waren. Als Energiequelle diente der abgebaute Torf. Der Rohstoff Quarzsand war unter dem abgebauten Torf zu finden.

1951 - 1953

In den Jahren 1951 bis 1953 wurde in der Gnarrenburger Glashütte mundgeblasenes Beleuchtungsglas hergestellt.
Die vor Ort fehlenden Fachkräfte holte man in ausreichender Zahl aus den früheren deutschen Ostgebieten. 1953 konnte die Glasherstellung dann nicht mehr aufrechterhalten werden. Eine Einrichtung der Glasveredelung zum Glasschleifen und für Glasdekoration mit keramischen Farben war vorhanden. Es wurde der Entschluss gefasst, gebogene Stabpendelschalen aus Glas herzustellen. Diese Beleuchtungskörper lagen in den 50er Jahren im Trend und wurden in großen Stückzahlen hergestellt. Das war der erste Schritt in Richtung ausschließlicher Leuchtenfabrikation. Parallel wurde jedoch durch eine gekaufte dänische Lizenz weiterhin Wirtschaftsglas gefertigt. Ein Renner waren mit Blumenmuster dekorierte Glasschälchen.

1960

Anfang der 60er begann man auch mit der Herstellung von gebogenen Glasküchenleuchten.
Diese bestanden aus einem farbig dekorierten Schirm, einem Opalglas, auf dem der Schirm lag, und einem Pendel. Später war abzusehen, dass der Absatz von Glasleuchten sich schwieriger gestalten würde. Die Beleuchtungsindustrie hatte inzwischen neue Materialien auf den Markt gebracht, die mehr der aktuellen Mode in der Einrichtung angepasst wurden.

Der größte Trend waren wohl die so genannten "Gehängeleuchten, sprich Deckenkörper mit Strippen und Gläsern". Durch diese Produkte wurden mit Holz-, Metall- und Kunststoffaufsätzen erstmals auch weitere Grundstoffe in den Leuchten verbaut. Die Art bedingte eine Änderung und Erweiterung der Fertigungsanlagen für Leuchten.


1970

1970 wurde die Produktionslage für das Wirtschaftsglas verkauft, um Platz zu schaffen.
Die neue grundsätzliche Ausrichtung war, in den 70er Jahren von der Herstellung aller Bauteile abzugehen und sich mit Zukaufteilen auf die Veredelungstechnik und die reine Montage der Leuchten zu konzentrieren. Die Entwicklung des Leuchtengeschäfts schritt rasant voran. Um die Kapazitäten zu erweitern, wurde mit der Heimarbeit eine weitere Produktionsstätte geschaffen. Hier waren zeitweise mehrere Hundert Mitarbeiter in der Gnarrenburger Umgebung und auch in Sozialwerkstätten beschäftigt.

1976

1976 wurden die neuen Fabrikgebäude am heutigen Standort in Karlshöfenerberg bezogen.
Ende der 70er wurde der Name Brillantglashütte KG in Brillantleuchten AG geändert.

1980

Umfirmierung in Brillantleuchten AG
Die 80er Jahre brachten weitere Veränderungen in der Produktentwicklung mit sich. Man konzentrierte sich mehr auf Spots/Strahler und bei den Pendelleuchten wurde immer weniger Glas verwendet. Dafür wurde die Gruppe der Metallpendelleuchten immer größer. Mit technischen Schienensystemen wie z.B. dem VARIO System, konnte Brillantleuchten Akzente am Markt setzen. Die Expansion setzte sich fort, damit wurde der Kapitalbedarf größer.

1985

Börseneinführung Bremen und Frankfurt
Die immer noch im Lippoldschen Familienbesitz befindliche Firma ging 1985 in Frankfurt und in Bremen an die Börse.

1991

Umfirmierung in Brilliant AG
1991 wurde der Firmenname zuletzt geändert. Im Zuge der Internationalisierung musste auch eine internationale Bezeichnung her. Aus Brillantleuchten AG wurde kurzerhand das deutsche Wort "-leuchten" gestrichen und das zweite "i" für Brilliant AG hinzugefügt.

1994 - 1997

Ausbau der Fabrik zum Brilliant Industriepark
Von 1994 bis 1997 wurde der Standort kräftig erweitert. Mit neuen Lagergebäuden und einem Hochregallager wurde der "Brilliant Industriepark" geschaffen. In der zweiten Hälfte der 90er war bei Brilliant die höchste Anzahl von Beschäftigten zu verzeichnen. In der Leuchtensaison wurden über 1.000 Mitarbeiter inkl. Heimarbeiter von der Brilliant AG entlohnt. Produkte aus Gnarrenburg wurden in ganz Europa verkauft. Die Börsennotierung hat auch ihre Auswirkung: größter Anteilseigner wird eine englische Firma.

1999

Erhöhung des Exportanteils auf nahezu 50 %

2000

Die amerikanische SLi Inc. wird Großaktionär
Im Jahr 2000 wird die amerikanische SLi Inc. neuer Großaktionär. Mit dem Vertrieb von Halogen-, Normal- und Energiesparlampen sowie von Leuchtstoffröhren wurde eine neue Produktgruppe in das Sortiment aufgenommen.

2001

Italien wird zu einem der Kernabsatzmärkte der Brilliant-Gruppe
Im neuen Jahrtausend bewegt sich die Brilliant AG zunächst in schwierigem Fahrwasser. Der bisherige Wettbewerbsvorteil "Made in Germany" wird eher zum Nachteil. Die Konkurrenz auf dem europäischen Markt ist groß und der Preisdruck gewaltig. Der Wettbewerb lässt bereits im billigeren Ausland fertigen und kann gleichartige Produkte günstiger anbieten. Als Folge dessen verlagert die Brilliant AG ebenfalls die Fertigung, um die Wettbewerbsfähigkeit wiederzuerlangen.

Am traditionsreichen Standort in Karlshöfenerberg verbleiben die Bereiche Vertrieb, Verwaltung, Konstruktion/Design und die gesamte Logistik.

2002

Aufnahme des Geschäftes mit Leuchtmitteln

2004

Die britische The National Lighting Company Ltd. wird Großaktionär
Seit 2004 ist die britische "The National Lighting Company" Großaktionär der Brilliant AG. Diese neue Firmengruppe, in der die Brilliant AG das größte Einzelunternehmen ist, steht für ein komplettes Sortiment von Wohnraumleuchten und ist in Europa die Nummer zwei.

2006

Erfolgreicher Turnaround der Brilliant AG
Vor dem Hintergrund einer starken strategischen Partnerschaft mit der The National Lighting Company bewältigt Brilliant die Restrukturierungsphase mit der Produktionsverlagerung erfolgreich und schafft in 2006 die Rückkehr in die Gewinnzone.

2008

Eintritt in neue Märkte
Das Jahr 2008 ist geprägt von der weltweiten Finanzmarktkrise, die auch Auswirkungen auf die Geschäftsentwicklung der Brilliant-Gruppe hatte. Zur Stärkung der eigenen Wettbewerbsposition auf internationaler Ebene werden die Vertriebsaktivitäten im Ausland erhöht und der Eintritt in neue Märkte sichert dem Konzern auch in dem schwierigen Umfeld ein positives Ergebnis.

2014

Aufbau eines Innovationszentrums;
Innovationskraft und Umsetzungsgeschwindigkeit sind treibende Erfolgsfaktoren in einem sich stetig verschärfenden Wettbewerb. Lichtemittierenden Dioden – bekannt als LED – etablieren sich zunehmend im Markt und werden voraussichtlich zum dominanten Leuchtmittel in der Zukunft avancieren. Neben Designmerkmalen sind technologische Aspekte wichtige Kriterien bei der Leuchtenentwicklung. Im Jahr 2014 entschließt sich Brilliant zum Aufbau eines Innovationszentrums in China. Das Produktportfolio wird mit technisch hochwertigen und funktional zeitlosen Entwicklungen erweitert, die sich von den bisherigen Leuchten unterscheiden und ein Sortiment mit Alleinstellungsmerkmal bilden.

Im gleichen Jahr hat die Brilliant AG den Segmentwechsel vom regulierten Markt in den Entry Standard vollzogen. Seit dem 15. August 2014 erfolgt die Notierung der Brilliant Aktie ausschließlich im Freiverkehr im Segment Mittelstandsbörse Deutschland der Börse Hamburg.

2015

Brilliant AG wird exklusiver Vertriebspartner für lizenzierte Lichtprodukte der Marke AEG
Zu Beginn des Jahres 2015 wird die Brilliant-Gruppe offizieller und in den meisten Ländern exklusiver Vertriebspartner für lizenzierte Lichtprodukte der Marke AEG. Durch die Ergänzung des Produktprogramms sowie einer flexiblen Erweiterung der Vertriebsstruktur bieten sich neue Möglichkeiten, um bisher ungenutztes Potential im Handel zu erschließen.

01.08.2016

Unser Anspruch: mit gutem Licht mehr Lebensqualität schaffen. Das Ergebnis: Seit 65 Jahren mit Gespür und Kompetenz die Zukunft gestalten.

Kataloge 2016/2017

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